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Kirchliche Gemeinschaft zwischen den Altkatholischen Kirchen der Utrechter Union und der Kirche von Schweden bestätigt

Im Jahre 2005 eröffnete die Utrechter Union der Altkatholischen Kirchen einen Dialog mit der Kirche von Schweden. Die Absicht dieses Dialogs war es, die Möglichkeit einer kirchlichen Gemeinschaft zwischen den beiden Kirchen zu untersuchen. Die Dialogkommission kam in den Folgejahren in der Regel zweimal pro Jahr zusammen, das eine Mal in Schweden, das andere Mal in einem Land, in dem es eine altkatholische Kirche gibt.

Jährlich berichtete der altkatholische Co-Vorsitzende bei der Internationalen Bischofskonferenz (IBK) über den Stand der Arbeit und 2013 legte die Kommission ihren Schlussbericht mit dem Titel “Utrecht and Uppsala on the way to communion” vor. [Der Text ist zu finden unter: www.utrechter-union.org/fman/258.pdf (Englisch) und www.utrechter-union.org/fman/256.pdf (Deutsch)].

Die ersten Zusammenkünfte waren mehr informativer Art. Die Kommissionsmitglieder stellten die Geschichte, die kennzeichnenden Aspekte und die gegenwärtigen Probleme ihrer Kirchen vor. Gemeinsam wurden Kirchen im Gastland besucht und miteinander Gottesdienst gefeiert. Auf dieser Grundlage gegenseitigen Vertrauens, das mittlerweile gewachsen war, konnte anschliessend an einem Bericht gearbeitet werden. Darin wurde nicht nur auf die Geschichte, die kennzeichnenden Aspekte und die gegenwärtigen Probleme der jeweiligen Kirchen eingegangen, sondern auch eine vergleichende Beschreibung der Übereinstimmungen und Unterschiede der theologischen und spezifischen ekklesiologischen Standpunkte gegeben. Der Bericht enthält daher nach einer Einleitung (Kapitel 1 und 2) die Beschreibung jeder der beiden Kirchen (Kapitel 3 und 4), eine gemeinsame Sicht der Kirche als Geschenk der Anwesenheit Gottes in der Welt (Kapitel 5), sowie weiter zu besprechende Themen und Empfehlungen (Kapitel 6 und 7). Die erreichte Übereinstimmung führte zur Empfehlung an die Leitungen der betroffenen Kirchen, förmlich die vollständige Gemeinschaft festzustellen und sie feierlich zu bestätigen.

Bei einer ausserordentlichen Sitzung am 10. Oktober 2013 in London beschloss die IBK, den Schlussbericht als Grundlage anzusehen und dem Statut entsprechend innerhalb der altkatholischen Kirchen der Utrechter Union und unter ihren ökumenischen Partnern einen Konsultationsprozess darüber durchzuführen, der bis 2016 abgeschlossen sein sollte.

Nach Ablauf der vorgegebenen Frist besprach die IBK bei ihrer Sitzung in Prag vom 15. bis zum 19. Juni 2015 den Bericht und die eingegangenen Stellungnahmen. Es wurde festgestellt, dass die Synoden der Kirchen von Deutschland und der Tschechischen Republik den Bericht inzwischen positiv aufgenommen hatten. In der Schweiz wurde er der Pastoralkonferenz und der Synode zur Kenntnis gebracht. In Österreich hatte der Synodalrat dem Bericht bereits zugestimmt, während in Polen bis dato keine Synode zusammengetreten war, die den Bericht hätte besprechen können. Die niederländische Kirche stellte den Schlussbericht sowohl bei den Versammlungen der diözesanen Geistlichkeit der beiden Bistümer, als auch bei den provinzialen Sitzungen der Geistlichkeit am 5. Juni 2014 und am 12. Mai 2016 vor. Das Haus der Bischöfe der Kirche von Schweden nahm in seiner Sitzung vom November 2015 den Schlussbericht an.

Die Ergebnisse des Konsulationsprozesses stellen nach Meinung der IBK eine ausreichende Grundlage dar, um die kirchliche Gemeinschaft, wie sie auf der Grundlage des Schlussberichtes von der Dialogkommission empfohlen wird, förmlich zu bestätigen. Dies wird zunächst Ende November 2016 in der Eucharistiefeier am Schluss der Generalsynode der Kirche von Schweden in Uppsala gefeiert. Eine zweite gemeinsame Feier ist im Frühjahr 2017 in Utrecht vorgesehen.

 

Amsterdam, 27. September 2016

+ Dirk Jan Schoon

 

Mitglieder der Dialogkommission waren:

Kirche von Schweden: Bischof Jonas Jonson (Co-Vorsitzender 2005-2013), Prof. Dr. Sven Erik Brodd (2005-2013), Dr. Johan Dalman ( Co-Sekretär 2005-2008), Margareta Isberg (2005-2011) und Christopher Meakin (Co-Sekretär 2008-2013).

Utrechter Union: Bischof Dr. Jan Lambert Wirix-Speetjens (Co-Vorsitzender 2005-2006), Bischof Dr. Dirk Jan Schoon (Co-Vorsitzender 2009-2013), Drs. Peter Feenstra (Co-Sekretär 2005-2013), Prof. Dr. Günter Esser (2005-2010), Pfr. Harald Münch (2008-2010) und Prof. Dr. Urs von Arx (2009-2013).

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