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Communiqué der Internationalen Altkatholischen Bischofskonferenz (IBK) anlässlich ihrer Sitzung 2013 in Königswinter/Deutschland

Die Altkatholische Bischofskonferenz tagte 2013 vom 3. bis 7. März  im Arbeitnehmer-Zentrum Königswinter (AZK) in Deutschland.

Die Sitzung wurde mit einem Festgottesdienst in der Namen-Jesu-Kirche in Bonn eröffnet. Die Predigt hielt der Utrechter Erzbischof Dr. Joris Vercammen, der den Vorsitz der Konferenz innehat.

Bis einschließlich Dienstag standen vor allem die Berichte aus den jeweiligen Kirchen, die ökumenischen Dialoge und die Finanzen im Mittelpunkt der Beratungen. 

Der in den letzten Jahren intensiv mit der Kirche von Schweden geführte Dialog geht seinem Abschluss entgegen. Wenn der Abschlussbericht mit seinen ekklesiologischen Übereinstimmungen und Folgerungen von den beteiligten Kirchen genehmigt wird, wäre eine „Kirchengemeinschaft“ möglich. Auch haben die altkatholischen Bischöfe mit Freude vom Fortschritt des Prädialogs mit der indischen Mar Thoma Kirche Kenntnis genommen, der nun als Dialog fortgesetzt wird.

Im Kontext der internationalen Zusammenarbeit – insbesondere im Hinblick auf die diesjährige Vollversammlung des Weltkirchenrates in Busan/Korea wurde intensiv das Papier „Gemeinsam für das Leben: Mission und Evangelisation in sich wandelnden Kontexten“ diskutiert. Die inhaltliche Stossrichtung und die Aufnahme verschiedener theologischer und kirchlicher Traditionen wurden grundsätzlich begrüsst. Zugleich erfordert dies aber auch noch kulturelle Konkretisierungen.

Seit drei Jahren arbeiten die Bischöfe intensiv an einer neuen Finanzstruktur, um die Finanzen transparenter zu machen und das vorhandene Defizit zu decken, das 2011 noch über 12.000 Euro betrug und durch einen Sonderbeitrag der niederländischen Kirche ausgeglichen wurde. Für die verschiedenen Aufgaben gibt es nun klar definierte Budgets, die nicht überschritten werden dürfen. Außerdem wurden die Mitgliederbeiträge angepasst. Auf diese Weise ist es erstmals gelungen, für 2013 ein Budget zu verabschieden, das ausgeglichen ist.

Ferner wurde der Bericht des niederländischen Kongresskomitees entgegengenommen. Vom 18. bis 21. September 2014 wird in Utrecht der 31. Internationale Altkatholikenkongress stattfinden. Das Thema ist „Steh auf und geh“ und beruht auf der biblischen Geschichte von der Taufe des Äthiopiers in Apostelgeschichte 8. Während des Kongresses wird auch die 125-Jahr-Feier der Utrechter Union stattfinden. Alle Kirchgemeinden werden mit einer Arbeitsbroschüre zur Vorbereitung eingeladen. Der Kongress soll vor allem ein Ort der spirituellen Begegnung für alle Altkatholiken/innen und Interessierte sein.

Im Kontext der bereits im letzten Jahr begonnenen Reflexion über den „Ständigen Diakonat“ wurde beschlossen: Die Spendung des Sakramentes der Krankensalbung ist der Priesterin / dem Priester vorbehalten. Die Bischöfe der Utrechter Union können in ihrem Bistum andere Formen der Krankensalbung ohne Absolution – in der Seelsorge oder in speziellen Gottesdiensten – aus pastoralen Gründen gestatten und sie müssen darüber die IBK informieren. Das Sakrament der Ehe kann nur von einer Priesterin oder einem Priester gespendet werden und nicht von Diakonen/innen.

Die nächste Sitzung der IBK findet im April 2014 in der Schweiz statt.

 

Amersfoort/Bern, März 2013

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