UTRECHTER UNION DER ALTKATHOLISCHEN KIRCHEN
UNION OF UTRECHT OF THE OLD CATHOLIC CHURCHES


Archiv

Office of Information and Communication of the
International Old Catholic Bishops’ Conference
Of the Union of Utrecht
Maja Weyermann, Willadingweg 39, CH-3006 Bern, Tel +41 31 352 83 10, Fax +41 31 372 50 04
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Bischof em. Tito Edralin Pasco von der Iglesia Filipina Indipendiente gestorben

„Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt.“ 

Dieser Satz aus 2 Tim. 4,7 steht über der Todesanzeige für Bischof Tito Edralin Pasco, der am 11. November 2008 in seinem 78. Lebensjahr verstorben ist. Er stammte aus einer Bauernfamilie und verfolgte trotz der schwierigen Zeiten während des zweiten Weltkriegs mit unermüdlichem Eifer seine Ausbildung und später sein Studium der Theologie. 1957 wurde er zum Priester und 1964 zum Bischof geweiht. Von 1989 bis 1993 bekleidete er das Amt des 1. Bischofs der Iglesia Filipina Indipendiente (IFI). Bischof Pasco setzte sich stark für die ökumenische Bewegung auf lokaler und internationaler Ebene ein. Er war Mitglied des Zentralkomitees des Weltkirchenrates und traf in dieser Eigenschaft mit vielen Kirchenführern zusammen.
Als Vertreter der IFI nahm Bischof Pasco 1986 am Internationalen Altkatholikenkongress in Münster und 1990 an der 100Jahr Feier der Utrechter Union teil.

Die Iglesia Filipina Independiente entstand 1902. Sie setzt sich für Freiheit, Menschenrechte und den Kampf gegen die sozialen Missstände im Land ein. Dabei wird sie seit langem auch von den altkatholischen Hilfswerken unterstützt.
Seit 1965 steht sich in voller Kommuniongemeinschaft mit den Altkatholischen Kirchen der Utrechter Union. 

Die Bestattung von Bischof Pasco wird am 18. November stattfinden. Die Altkatholischen Kirchen der Utrechter Union trauern mit seiner Kirche und seinen Angehörigen und gedenken dankbar seinem unermüdlichen Einsatz

http://www.ifi.ph/


Internationaler Römisch-katholisch – altkatholischer Dialog

Die Internationale Römisch-katholische/Altkatholische Dialogkommission (IRAD) ist vom 19. bis 21. Oktober 2008 in Würzburg zu ihrer 10. Sitzung zusammengetreten. Dort setzte sie ihre Arbeit an einem Konsenspapier zum Kirchenverständnis fort. 

Folgende Differenzpunkte im Sinne des differenzierten Konsenses wurden behandelt: 
Die Dogmen von der Unbefleckten Empfängnis Mariens (1854) und der Aufnahme Mariens in den Himmel (1950), die Praxis der Ordination von Frauen zum priesterlichen Dienst, die von der Mehrheit der altkatholischen Kirchen der Utrechter Union geübt wird und die jurisdiktionelle Bindung der ehemals römisch-katholischen Priester in der Altkatholischen Kirche an das römisch-katholische Kirchenrecht.

Die IRAD wurde im Jahre 2003 von der Internationalen Altkatholischen Bischofskonferenz (IBK) und dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen eingesetzt, um den früheren Dialog, der in einzelnen Ländern geführt worden war, auf der internationalen Ebene fortzusetzen.
Die Beratungen werden in der ersten Jahreshälfte 2009 fortgesetzt.

Würzburg-Rom, November 2008
Msgr. Matthias Türk
Päpstlicher Rat zur Förderung
der Einheit der Christen

Lic. Theol. Maja Weyermann
Informationsbeauftragte der Internationalen
Altkatholischen Bischofskonferenz


100 Jahre Willibrordgesellschaft

Am Samstag, 8. November fand in London die Feier zum 100. Jahrestag der Gründung der englischen Willibrord Society statt. Diese wurde 1908 mit dem Zweck gegründet, die Beziehungen zwischen der Kirche von England und den Altkatholischen Kirchen der Utrechter Union zu pflegen und zu unterstützen. Das erste Ziel war die Verwirklichung der vollen kirchlichen Gemeinschaft zwischen den beiden Kirchen, was mit dem Bonn Agreement von 1931 erreicht wurde.

Aktive Willibrordgesellschaften wirken in England, den Niederlande, in Deutschland, Österreich, Tschechien und der Schweiz. Sie pflegen die praktische Zusammenarbeit zwischen den beiden Kirchen auf vielfältige Weise.

Die Internationale Altkatholische Bischofskonferenz wurde an der 100 Jahr Feier in London durch Bischof Joachim Vobbe aus Deutschland vertreten. Er hat dabei einen Vortrag über die Lambeth Konferenz im Sommer 2008 gehalten.

London,  8. Nov. 2008

Vortrag Bischof Vobbe  


Pressemitteilung

Die Internationale Römisch-Katholische/Altkatholische Dialogkommission (IRAD) kam vom 6. bis 9. Mai 2007 in Bonn zu ihrer 7. Sitzung zusammen. Dabei setzte sie ihre Arbeit an einem Konsenspapier zum Kirchenverständnis fort, das im Horizont der Frage nach einer möglichen Kirchengemeinschaft vorangetrieben wird. Übereinstimmungen in Lehre und Praxis, wie auch Differenzen, wurden diskutiert. Weitere Themen waren kirchenrechtliche Überlegungen für eine mögliche Kirchengemeinschaft nach den Normen des Codex Iuris Canonici von 1983. Die Bedeutung von Maria und der marianischen Dogmen aus altkatholischer Sicht wurde weiter behandelt, so auch die Ergebnisse bestimmter früherer Konsenspapiere zwischen der römisch-katholischen und der altkatholischen Kirche. 
Die IRAD wurde im Jahre 2003 von der Internationalen Altkatholischen Bischofskonferenz (IBK) und dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen eingesetzt, um den früheren Dialog, der in einzelnen Ländern geführt worden war, auf der internationalen Ebene fortzusetzen.
Die Mitglieder sind auf altkatholischer Seite: Bischof Fritz-René Müller, Bern, als Co-Präsident, Prof. Dr. Urs von Arx, Bern, Prof. Dr. Günter Esser, Bonn, Prof. em. Dr. Jan Visser, Zeist/Niederlande, Prof. Dr. Angela Berlis, Haarlem/Niederlande, und Pfr. Mag. Martin Eisenbraun, Salzburg;
Auf römisch-katholischer Seite nahmen teil: Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele, Würzburg, als Co-Präsident, Weihbischof Johannes Gerardus Maria van Burgsteden Haarlem/Niederlande (entschuldigt), Prälat Hubert Bour, Rottenburg/Deutschland, Prof. Dr. Heinrich J. F. Reinhardt, Bochum, Prof. Dr. Hans Jörg Urban, Paderborn, und Msgr. Dr. Matthias Türk, Rom.
Die Beratungen werden im Herbst 2007 in Würzburg fortgesetzt.

Bonn-Rom, im Mai 2007
Msgr. Matthias Türk
Päpstlicher Rat zur Förderung
der Einheit der Christen

Lic. Theol. Maja Weyermann
Informationsbeauftragte der Internationalen
Altkatholischen Bischofskonferenz


Pressemitteilung

Die Internationale Römisch-katholische/Altkatholische Dialogkommission (IRAD) ist vom 24. bis 27. September 2006 in Würzburg zu ihrer 6. Sitzung zusammengekommen. Dabei setzte sie ihre Arbeit an einem Konsenspapier zum Kirchenverständnis fort, das im Horizont der Frage nach einer möglichen Kirchengemeinschaft vorangetrieben wird. Weitere Themen waren die Normen des Codex Iuris Canonici von 1983 für den Dialog zwischen Römisch-katholiken und Altkatholiken, die altkatholische Sicht der Aussagen des Konzils von Trient und des ersten Vatikanischen Konzils, die Bedeutung von Maria und der marianischen Dogmen in altkatholischer Sicht und die Ergebnisse bestimmter früherer Konsenspapiere zwischen der römisch-katholischen und der altkatholischen Kirche.
Die IRAD wurde im Jahre 2003 von der Internationalen Altkatholischen Bischofskonferenz (IBK) und dem Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen eingesetzt, um den früheren Dialog, der in einzelnen Ländern geführt worden war, auf der internationalen Ebene fortzusetzen.
Die Mitglieder sind auf altkatholischer Seite: Bischof Fritz-René Müller, Bern, als Co-Präsident (für die 6. Sitzung entschuldigt), Prof. Dr. Urs von Arx, Bern, Prof. Dr. Günter Esser, Bonn, Prof. em. Dr. Jan Visser, Zeist/Niederlande, Dr. Angela Berlis, Arnhem/Niederlande, und Pfr. Martin Eisenbraun, Salzburg;
Auf römisch-katholischer Seite nehmen teil: Bischof em. Dr. Paul-Werner Scheele, Würzburg, als Co-Präsident, Weihbischof Johannes Gerardus Maria van Burgsteden, Haarlem/Niederlande, Prälat Hubert Bour, Rottenburg/Deutschland, Prof. Dr. Heinrich J. F. Reinhardt, Bochum, Prof. Dr. Hans Jörg Urban, Paderborn, und Msgr. Dr. Matthias Türk, Rom.
Die Beratungen werden im Frühjahr 2007 fortgesetzt.

 

Msgr. Matthias Türk
Päpstlicher Rat zur Förderung
der Einheit der Christen

Lic. Theol. Maja Weyermann
Informationsbeauftragte der Internationalen
Altkatholischen Bischofskonferenz


Gast der General Synod der Kirche von England

Als Gast der Kirche von England nimmt Erzbischof Vercammen an der General Synod teil, die vom 7. bis 11. Juli in York zusammenkommt. 
In seiner Grussadresse wird Dr. Vercammen über die Beziehungen zwischen den Anglikani-schen und den Altkatholischen Kirchen sprechen. Ausgangspunkt ist das 75jährige Bestehen des Bonner Abkommens über die kirchliche Gemeinschaft und der Weg, den die beiden Kirchen in dieser Zeit gemeinsam zurückgelegt haben. Er wird auch darüber sprechen, wie sich die Zusammenarbeit auf dem europäischen Kontinent in den letzten Jahren entwickelt hat.

Am Sonntag ist eine Vorlesung über die Herausforderungen und Möglichkeiten von Anglika-nern und Altkatholiken in der säkularisierten europäischen Kultur und Gesellschaft vorgese-hen.
Bern, den 6. Juli 2006 

Maja Weyermann
Informationsbeauftragte der Internationalen
Altkatholischen Bischofskonferenz


Erzbischof Vercammen besucht die Convention der Episcopal Church in den USA

 

Anlässlich des 75jährigen Jubiläums des Bonner Abkommens zwischen den Altkatholischen und den Anglikanischen Kirchen besuchte der Erzbischof von Utrecht auf Einladung des Presiding Bishops der ECUSA die Convention. Dabei wurde ihm die Ehre zuteil, als erster Nicht-Anglikaner die Eucharistiefeier der Versammlung zu leiten.

Erzbischof Vercammen verfolgte die Wahl Rt. Rev. Katharine Jefferts Schori zum Presiding Bishop mit grosser Aufmerksamkeit und gratulierte ihr im Namen der Utrechter Union zu ihrem neuen Amt. 

Gegenüber der Presse gab er zu Bedenken, dass die Wahl einer Frau in dieses höchste Amt keine Überraschung mehr sein sollte, da die wichtige Entscheidung im Bezug auf Frauen im Bischofsamt bereits vor dreissig Jahren gefällt worden ist, als diese Möglichkeit in der ECUSA eingeführt wurde.  Er meinte, dass man jetzt diejenige Person gewählt habe, die für diese Aufgabe die besten Voraussetzungen und Fähigkeiten mitbringt.

Mit grossem Interesse beobachtete Erzbischof Vercammen auch die Diskussion über den sogenannten ‚Windsor Report’. Er war beeindruckt von der Ernsthaftigkeit, mit der die Dele-gierten darum rangen, zu ihrem Entschluss, den homosexuellen Gene Robinson zum Bischof zu weihen, zu stehen und gleichzeitig in der Einheit mit den anderen Anglikanischen Kirchen zu bleiben. 


Bern, 3. Juli 2006

Maja Weyermann
Informationsbeauftragte der Internationalen
Altkatholischen Bischofskonferenz


Matthias Türk
Päpstlicher Rat zur Förderung der Einheit der Christen

Maja Weyermann
Informationsbeauftragte der Internationalen
Altkatholischen Bischofskonferenz


Internationale Altkatholische Bischofskonferenz zu Besuch beim WCC

Anlässlich ihrer diesjährigen Sitzung traf sich die Internationale Altkatholische Bischofskonfe-renz in Genf zu einem gut anderthalbstündigen Gespräch mit dem Generalsekretär des Weltkirchenrates, Dr. Samuel Kobia. Der Gedankenaustausch beschäftigte sich vor allem mit der Lage der ökumenischen Arbeit und mit der Umstrukturierung des ökumenischen Rates.

Erzbischof Joris Vercammen machte deutlich, welch hohen Stellenwert die Ökumene für die Kirchen der Utrechter Union von Anfang an einnahm und noch immer einnimmt. Er betonte, dass nur ein konziliares Kirchenmodell den Weg zur Einheit öffnet. Aus diesem Grund würden die Altkatholischen Kirchen auch die Umstrukturierung des Weltkirchenrates voll unterstützen.

Erzbischof Vercammen erwähnte auch das gemeinsame Studienprojekt mit der Unabhän-gigen Philippinischen Kirche und der Episcopal Church in Amerika über Katholizität und Glo-balisierung. Das Projekt soll einen theologischen Austausch zwischen Kirchen des Südens und des Nordens initiieren, das einen gegenseitigen Lernprozess in Gang bringen soll. Er meinte, dies könnte auch einen Beitrag zu den Studien über Globalisierung liefern, die vom Weltkir-chenrat durchgeführt werden.

Die Altkatholischen Bischöfe betonten die Schlüsselrolle des Weltkirchenrates im Bezug auf die ökumenische Bewegung. Sie drückten aber auch ihre Besorgnis über die ausufernde Bürokratie, die unübersichtliche Menge von Gremien, Treffen und Papieren aus, die die Kir-chen vor ernsthafte Probleme stellen. Es ist kaum mehr möglich, sich mit allem ausführlich zu beschäftigen und an allen wichtigen Treffen teilzunehmen. Dr. Kobia teilte diese Besorgnis und machte deutlich, dass man sich beim Weltkirchenrat des Problems bewusst sei und nach Lösungen suche.

Nach Abschluss des Gesprächs begleitete Dr. Kobia die Bischofskonferenz zum Gottesdienst in der Genfer Gemeinde St. Germain und nahm auch am anschliessenden Nachtessen teil.
Bern, den 3. April 2006

Maja Weyermann
Informationsbeauftragte der Internationalen
Altkatholischen Bischofskonferenz