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UTRECHTER UNION DER ALTKATHOLISCHEN
KIRCHEN |
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Hauptthemen waren der Wertewandel im heutigen Europa und das gemeinsame Zeugnis von alt-katholischen und anglikanischen Christinnen und Christen: Welche Hoffnungen und Sehnsüchte erfüllen uns? Welche Hoffnungen haben unsere Kirchen? Welche Möglichkeiten sehen wir, unsere Hoffnungen in der Kirche am jeweiligen Ort zu verwirklichen? Wie könnten gemeinsame alt-katholische und anglikanische Hoffnungen und Visionen aussehen? Im ersten Teil des Kongresses haben wir uns mit den Wertvorstellungen in der heutigen Gesellschaft und den Veränderungen von Werten in den Kirchen auseinandergesetzt. Auch der Wandel von Werten im Laufe der eigenen Lebensgeschichte hat dabei eine Rolle gespielt. Wir sehen in all diesen Veränderungen den christlichen Glauben als wesentliche Grundlage unseres Lebens an. Wir versuchen dabei, die Hoffnung, die uns trägt, sichtbar zu machen und miteinander zu teilen: Jesus Christus und seine neue Schöpfung. Wir wollen unsere eigenen Ressourcen – die geistlichen und die materiellen – in den Dienst der Anderen stellen. Unser Handeln soll dabei geleitet sein von Respekt gegenüber allem Leben und von furchtlosem Eintreten für unsere Werte. In unseren Gemeinden könnte dies konkret heißen, dass wir uns als Herbergen, als offene Orte der Gastlichkeit verstehen, die vom Evangelium inspirierte geistliche Oasen sind und zur Heimat werden können für Menschen, die auf der Suche nach Sinn und Geborgenheit sind. Deshalb sollen Kirchen, die in sakramentaler Gemeinschaft leben, sich überlegen, wie durch den Ausbau gemeinsamer Strukturen dieser Auftrag optimal gemeinsam verwirklicht werden kann. Dies gilt besonders für die alt-katholischen und anglikanischen Kirchen und ihre Mitglieder, die seit dem Bonner Abkommen von 1931 miteinander in full communion leben und die sich seitdem durch theologische Reflexion, praktische Zusammenarbeit vor Ort, aber auch durch andere Faktoren wie Migration oder gesellschaftliche Herausforderungen immer näher gekommen sind. Wir rufen dazu auf, die beim Kongress erlebte und gefeierte Gemeinschaft zwischen unseren beiden Kirchen weiter zu vertiefen, vor allem auf der Ebene der Gemeinden unter aktiverer Einbeziehung der Laien. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
des 29. Internationalen Alt-Katholikenkongresses |
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| Referat Erzbischof Dr. J. Vercammen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Referat Erzbischof Dr. R. Williams |
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| Resolution zur politischen Situation auf den Philippinen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Die
Vorläufer |
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Die
ersten drei (Alt-) Katholikenkongresse waren internationale und ökumenisch
ausgerichtete Tagungen, an denen vor allem die Katholiken teilnahmen, die
aus Gewissensgründen nicht bereit waren, die vom Ersten Vatikanischen
Konzil 1870 formulierten Dogmen von der Unfehlbarkeit und vor allem dem
Jurisdiktionsprimat des Papstes anzuerkennen.
Die weiteren Kongresse zwischen 1874 und der Gründung der
Utrechter Union 1889 waren vornehmlich Tagungen der mittlerweile
entstandenen altkatholischen Kirche Deutschlands. Sie dienten zu ihrer
inneren Festigung und äusseren Ausbreitung. Das änderte sich mit der Gründung
der Utrechter Union von 1889, mit der die von Rom unabhängigen
katholischen Kirchen Westeuropas mit der Schaffung der Internationalen
Altkatholischen Bischofskonferenz de facto zur altkatholischen Konfession
wurden. Von
deutschen zu internationalen Kongressen Ein
Jahr nach der Gründung der Utrechter Union im Jahre 1889, konstituierte
sich der 10. Altkatholikenkongress 1890 in Köln als "Erster
Internationaler Altkatholikenkongress" (IAKK). Der zweite IAKK von
1892 in Luzern arbeitete die gemeinsamen Prinzipien altkatholischer
Kirchlichkeit mit einer Reihe von richtungsweisenden Thesen heraus.
Ebenfalls wurde dort die Gründung einer gemeinsamen wissenschaftlichen
Zeitschrift beschlossen, der "Revue Internationale de Théologie",
seit 1911 "Internationale Kirchliche Zeitschrift". Ebenso wurde
an den Kongressen versucht, vom gewonnenen gemeinsamen Boden aus – der
alten, ungeteilten Kirche des 1. Jahrtausends - eine Annäherung an die
befreundeten Kirchen, deren Vertreter an den Beratungen mehr und mehr
aktiv teilnahmen, herbeizuführen. Die späteren Unionsverhandlungen mit
den Anglikanern und den Orthodoxen gehören als Ergebnis mit dazu. Nach
dem zweiten Weltkrieg haben die Kongresse im vermehrten Masse Fragen des
Gemeindelebens aufgegriffen. Mit dem Kongress von 1990 in Genf erfolgte
die Ausweitung der Thematik auf allgemeine soziale und ethische Fragen. |
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