Utrechter Union

Maart | Den Dialog des Lebens fortsetzen

Die Ständige Orthodox – altkatholische internationale Arbeitsgruppe (OAAG) traf sich am 5. März und 6. März in Bern zu ihrer jährlichen Sitzung 2019. Ihre Zusammensetzung ist seit 2017: Bischof Kyrillos Katerelos, Bischof H. Rein, Prof. K. Delikostantis, Prof. G. Larentzakis, Doz. M. Ploeger und Pfr. O. Kaiser. Alle waren sich aufgrund verschiedener Rückfragen einig, dass diese Arbeitsgruppe als „Dialog des Lebens“ fortgesetzt werden soll und nicht verglichen werden kann mit anderen zeitlich befristeten bilateralen Dialogen auf Weltebene. Unsere Kirchen sind sich aufgrund ihrer eucharistischen Ortskirchenekklesiologie und eines erfolgreichen abgeschlossenen Dialoges am nächsten in der Ökumene. Das einzige Hindernis zum Vollzug einer Kirchengemeinschaft stellt gegenwärtig die Frage der Frauenordination da. Und zukünftig vielleicht auch die Frage des Umgangs mit Gleichgeschlechtlichkeit in der Kirche.

Die orthodoxen Mitglieder orientierten über aktuellen Entwicklungen in ihrer Kirche, insbesondere über den Konflikt in der Ukraine und die Rolle des Ökumenischen Patriarchats und seine „Vorrangstellung“ innerhalb der Orthodoxie; allgemein und im Hinblick auf den konkreten Konflikt mit dem Moskauer Patriarchat. Dieses hat wegen der Ukrainefrage die Amts- und Sakramentsgemeinschaft mit dem Ökumenischen Patriarchat suspendiert. Aktuell ist zurzeit in der Utrechter Union der Umgang mit Gleichgeschlechtlichkeit. Die Einführung der staatlichen „Ehe für alle“ in verschiedenen Ländern wirft die Frage nach der etwaigen kirchlichen Analogie auf: Grundsätzlich nicht gegeben ODER wenn gegeben Partnerschaftssegnung oder Ehesegnung? Der Meinungsbildungsprozess läuft. Beschlüsse sind noch keine gefasst. Es ist den Kirchen der Utrechter Union bewusst, dass das Panorthodoxe Konzil von Kreta 2016 jegliche Analogie in dieser Frage wie auch die Homosexualität als solche abgelehnt hat.

Die Weiterarbeit wird daher auf folgendes Thema fokussiert: Die aktuelle Bedeutung der beschlossenen Texte des Panorthodoxen Konzils von Kreta 2016 für das gemeinsame orthodox-altkatholische Zeugnis in der Welt.

 

Bischof H. Rein, Co-Präsident der Arbeitsgruppe